Der Christbaum des Papstes | Berühmte Weihnachtsbäume (3)

Der Christbaum auf dem Petersplatz in Rom. Wenn der Papst aus dem Fenster schaut, sieht er den Baum ab dem 17.12.2010 erleuchtet vor sich stehen. Dass im Vorfeld nicht alles so glatt lief, könnte dabei direkt in Vergessenheit geraten…

Der vierte Advent steht vor der Tür. Die Meisten werden ihren Weihnachtsbaum inzwischen schon gekauft haben und für die Anderen wird es langsam Zeit dies noch zu erledigen.  Einige wenige Weihnachtsbäume glänzen im weihnachtlichen Trubel auch mit Berühmtheit:

Der Christbaum des Papstes:

34 Meter hoch und 94 Jahre alt ist er. Wenn der Papst aus seinem Fenster schaut, blickt er auf einen 5.000 Kilogramm schweren Christbaum. Der Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz in Rom ist eine Fichte, wie auch schon die in dieser Reihe vorgestellte „Kanzler-Tanne“ und der „Weihnachtsbaum am Rockefeller Center in New York“. In Rom sprechen die Kirchenmänner jedoch lieber von einem Christbaum, als von einem Weihnachtsbaum.

Die Äste der Fichte sind mit 3.000 Weihnachtskugeln aus Gold und Silber geschmückt. Bevor  der Gouverneur der Vatikanstadt den Christbaum heute gegen 16 Uhr im Rahmen einer kleinen Feier beleuchten wird, empfängt Papst Benedikt XVI. eine Abordnung aus der Heimat des Baumes zur Privataudienz.

Der Baum stammt aus dem Dorf Lüsen in Südtirol. Ein Bauer habe die Fichte kostenfrei zur Verfügung gestellt, teilte die Sprecherin der Gemeinde Brixen der Katholischen Presseagentur Österreich (1) mit. Der Baum habe die Spender rund 70.000 Euro gekostet, informiert „christentum.suite101.de“. Mit 50.000 Euro habe das Land Südtirol bereits den größten Teil der Kosten übernommen. Die restlichen 20.000 Euro habe die Stadt Brixen jedoch selbst aufbringen müssen. Dort begann die Suche nach Sponsoren, denn die Parlamentarier entschieden schließlich: Das für den Baum benötigte Geld solle lieber für die Hilfsbedürftigen der eigenen Stadt eingesetzt werden.

Ein gewisser Druck habe jedoch auf den Stiftern gelegen, denn im Vorjahr sei der Baum ohne große Debatten aus Belgien nach Rom gelangt. Die Tradition des Christbaumes auf dem Petersplatz in Rom gehe letzten Endes auf Papst Johannes Paul zurück.

Umweltschützern sei diese Tradition jedoch zunehmend ein Dorn im Auge. Laut „christentum.suite101.de“ sei vor zwei Jahren, als Österreich den Baum stiftete, von den Umweltschützern eine Postwurfsendung verteilt worden: „Im Jahr 2008 ließ man den Baum nach 120 Jahren Leben auf dem Petersplatz in Rom in wenigen Tagen allmählich sterben“, habe darin gestanden.


Artikelbild: Martin Krauß

(1) Der Beitrag unter der URL „http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/36080.html“ ist seit Oktober 2013 nicht mehr abrufbar. |

*aktualisiert am 19.10.2013, 14.27 Uhr

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