Jetzt taut’s!

Schnee oder Schneematsch? Ärger oder Zufriedenheit? Schnee oder Regen am Heiligen Abend? Ein Kommentar zum menschlichen Umgang mit Schnee.

Wenn ich in den vergangenen Tagen einen Satz am meisten gehört habe, dann war es: „Jetzt reicht es!“ – Meine Mitmenschen meinten den Schnee.

„Jetzt reicht es!“, haben sie gesagt. Und jetzt? „Jetzt taut es!“ – und es ist ihnen auch nicht recht. „Weiße Weihnachten – das können wir vergessen!“ und „Hab ich doch gewusst, dass das nichts wird mit dem Schnee“, habe ich heute Morgen meine Mitmenschen sagen hören.

Und wenn es weiter geschneit hätte? Was dann? Die Schulkinder haben Weihnachtsferien und freuen sich über jede einzelne Schneeflocke. Von der autofahrenden und arbeitenden Gesellschaft hört ein aufmerksamer Mensch dagegen nur: „So ein Mistwetter.“

Mit der Vernunft ist es bei diesem Mistwetter jedoch vorbei: Sicherheitsabstand zum nächsten Auto einhalten – wozu denn? In der Kurve überholen – warum nicht? Mit 70 Kilometern pro Stunde bei schneeglatter Fahrbahn durch die dreißiger Zone einer Ortschaft rasen – kein Problem?

Es ist ein Problem, denn ohne Rücksicht auf die autofahrenden Mitmenschen, die noch  eine Weile leben wollen, können wir uns gleich alle unser Grab schaufeln. Ach nein, die Leute, die nicht kapieren, dass sie mit ihrem PKW eine effektive Waffe besitzen, kommen ja in der Regel um lebensgefährliche Verletzungen herum. Die Anderen sind dann eben tot, oder verletzt. Ist doch nicht so schlimm, oder?

Bitte verzeiht den Zynismus.  Aber wenn rücksichtslose Autofahrer das Leben anderer Menschen auf das Spiel setzten, ist ein Aufschrei nötig.

Denn der Winter ist auch anders zu genießen: gemütlich, langsam und romantisch.

Impressionen eines Winterspaziergangs




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 Fotos & Artikelbild: © Martin Krauß

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