Sonntag…

Seit Jahrhunderten hat die westliche, christliche Welt einen Tag in der Woche frei. Die Kirche hat in der jahrhundertenalten Tradition den Sonntag als Ruhebank im Alltag der Menschen verankert. Wie ist es um diesen Ruhetag in der heutigen modernen Welt bestellt? Die Stressbelastung ist in der Gesellschaft gestiegen. Ein Blick auf den siebten Tag der Woche….

… im lateinischen dies solis (Tag der Sonne), im neugriechischen kyriaki emera (Tag des Herrn).

In der heutigen modernen Welt jedoch, wo jede Stunde, jede Minute, ja sogar jede Sekunde von Montag bis Samstag verplant ist, ist der Sonntag meist vielmehr ein Tag der Ruhe, ein Tag für die Familie, ein Tag um Kraft zu tanken, um Nähe zu spenden.

Hier bietet sich die Möglichkeit am „Tag der Sonne“ die Seele baumeln zu lassen und das Leben zu genießen. Wir finden den Weg in die Natur und aus der Hektik. Wir finden Zeit zum Entspannen und Zeit um das Leben zu spüren.

Wir begegnen Menschen, die man im Alltagstrott vielleicht noch nicht einmal bemerken würde. Wir knüpfen Kontakte, aus dem Wunsch heraus Mensch zu sein. Wir haben am „Tag des Herrn“ ein Ohr für die Sorgen Anderer und schenken einander Aufmerksamkeit, wobei es vollkommen egal ist, ob wir einem vertrauten Menschen eine Freude machen, oder einem einsamen Menschen das Gefühl nehmen allein auf der Welt zu sein.

Einen Tag in der Woche haben wir die Möglichkeit Mensch zu sein, ohne gehetzt an den nächsten Termin, die nächste Verpflichtung zu denken. Einen Tag an dem wir zu dem werden, was wir sind.

Eine Begegnung, ein schöner Tag und das Erleben der Gemeinschaft – das Ist Sonntag, zumindest so wie man ihn gerne erlebt. Einen Tag, auf den es sich lohnt sechs Tage zu warten.


Diesen Beitrag habe ich für “Die Brücke – miteinander evangelisch in Messel“ (Ausgabe 59 / .zip) geschrieben.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

EM 2012 – Auslosung der Gruppen für die Vorrunde Am 02.12.2011 wurden die Gruppen der Vorrunde für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ausgelost.
Kerzenlicht | Ein Gedicht Weihnachten steht vor der Tür und mit der Advents- und Weihnachtszeit ist nichts tiefer verbunden, als der Schein einer angezündeten Kerze. Ein Gedicht.
Jetzt taut’s! Schnee oder Schneematsch? Ärger oder Zufriedenheit? Schnee oder Regen am Heiligen Abend? Ein Kommentar zum menschlichen Umgang mit Schnee.

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.