Gemeinschaft oder Mikrowelle

Weihnachtszeit, Plätzchenzeit und Zeit für Festessen. In der Weihnachtszeit wird viel gegessen und zumindest an Weihnachten auch im Kreis der Famile gemeinsam gespeist. Wie sieht es denn das Jahr über mit den Essgewohnheiten aus? Gemeinschaft oder Mikrowelle?

„Wer sitzt heute noch regelmäßig zusammen mit seiner Familie am Küchentisch, um gemeinsam zu essen?“ Diese Frage ist heutzutage durchaus berechtigt und zielt nicht nur auf Familien mit Kindern. Auch viele ältere Menschen können darunter leiden. Dieses traditionelle Bild ist heutzutage nicht mehr weit verbreitet. Das kann vielfältige Ursachen haben, zum Beispiel die Jobsituation, aber auch Prioritäten, die man sich im Leben selbst gesetzt hat.

Das sich dadurch auch in den familiären Beziehungen etwas ändert – ist unbestritten. Erinnern wir uns an das Abendmahl in der Bibel: „Als es Abend geworden war, setzte sich Jesus mit den Zwölf zu Tisch“, heißt es im Matthäus-Evangelium. Auch hier ist es eine Gemeinschaft, die am Tisch platz nimmt und sicher neben dem in der Bibel Festgehaltenem auch vieles Andere zu besprechen hatte. Bei einer gemeinsamen Mahlzeit, können Wut und Frust von der Seele abgeladen werden, es lässt sich entspannter über den Tag plaudern und Probleme sind ausdiskutierbar.

Obst zum Frühstück

Eine Tafel voller Obst, Foto: Martin Krauß

Wer jedoch auf „Fast-Food“ oder auch „Junk-Food“ setzt und sich mal eben schnell etwas in die Mikrowelle schiebt, läuft Gefahr die Dinge in sich regelrecht hineinzufressen.

Wo liegt der Unterschied, außer im Zeitaufwand, wenn man sich eine Tiefkühlpizza in den Backofen schiebt, oder wenn man den Pizzateig selbst anrührt, den Teig auf einem Blech ausrollt und dann gemeinsam je nach Geschmack belegt? Im Sinne der Spaßgesellschaft gefragt: „Was macht hier mehr Fun?“


Diesen Beitrag habe ich für “Die Brücke –  miteinander evangelisch in Messel“ (Ausgabe 60, .zip-Datei) geschrieben.

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