Google Play Guthabenkarte verursacht Fehler BM-PP2-20

Bei Google Play kann man nun auch mit Google-Play-Guthabenkarten bezahlen. Doch Vorsicht: Der Fehler BM-PP2-20 legt Google Play lahm.

Bei Google Play kann man inzwischen auch mit Google-Play-Guthabenkarten bezahlen.  Eine gute Nachricht für alle, die keine Kreditkarte besitzen und nicht bei einem Mobilfunk-Provider sind, über den man bei Google Play bezahlen kann. Ich habe auch mal eine Guthabenkarte ausprobiert. Bevor ich jedoch bezahlen konnte, hat Google mein Konto gesperrt.

Vergangenen Donnerstag war ich durch Zufall in der Nähe eines Penny Marktes und dachte: Ok, dann probiere doch die Google play Guthabenkarten mal aus. Im Markt selbst hingen die Karten noch nicht bei den anderen Guthabenkarten. Sie waren noch nicht ausgepackt. Auf Nachfrage konnte ich jedoch dann doch eine erwerben:

Eine "Google play"-Guthabenkarte im Juli 2013

Ich war mal bei #penny. Musste aber danach fragen. Lagen nicht im Landen, sondern im Lager. (Foto: Martin Krauß)

Dann wollte ich die Karte natürlich auch ausprobieren. Es gibt zwei Möglichkeiten die Guthabenkarte einzulösen, wie auf der Rückseite der Karte zu lesen ist:

  1. „Rufen Sie play.google.com/einloesen auf.“
  2. „Rubbeln Sie das Feld auf der Karte frei und geben Sie den Code ein.“
  3. „Beginnen Sie Ihren Einkauf. Der Betrag Ihrer Geschenkkarte wird zu Ihrem Google Play-Guthaben hinzugefügt.
  1. „Starten Sie die Google Play Store App auf Ihrem Android Gerät.“
  2. „Wählen Sie Einlösen aus.“
  3. „Rubbeln Sie das Feld auf der Karte frei und geben Sie den Code ein.“
  4. „Beginnen Sie Ihren Einkauf. Der Betrag Ihrer Geschenkkarte wird zu Ihrem Google Play-Guthaben hinzugefügt.“

Ich habe die Anleitung befolgt, die für das Einlösen auf Android Geräten auf der Rückseite der Karte notiert ist. Das Guthaben wurde meinem Konto auch gutgeschrieben. Allerdings erschien dann beim Versuch kostenpflichtige Apps, Musik, eBooks oder eben auch Zeitungs-/Zeitschriftenausgaben zu erwerben folgende Fehlermeldung:

„Wir konnten Ihre Kontoinformationen nicht überprüfen. Besuchen Sie wallet.google.com/manage, um das Problem zu beheben. [BM-PP2-20]“

Der Besuch der Seite hat mir jedoch nicht weitergeholfen. Der Link führt auf die normale Google Wallet Kontoseite, die jedoch keine Hinweise auf das Problem enthält. Deshalb habe ich auf Google+, aber auch auf Twitter gefragt:

Screenshot: Tweet von @martin_krauss zu Google Play Guthabenkarten Fehler

(Datenschutzhinweis: Wenn Sie den Screenshot zum Ansehen des Tweets anklicken, werden Sie auf Twitter.com weitergeleitet.)

Da eine Suche bei Google ebenfalls keine sinnvollen Ergebnisse brachte, habe ich den Google Support angeschrieben. Die Kontaktmöglichkeit ist natürlich nur in englischer Sprache verfügbar.

Nach dem Hinweis auf den Fehler BM-PP2-20, bekam ich dann folgende Mail:

Hello Martin,

Thank you for contacting Google Play!

To ensure a faster resolution of your issue with purchasing on Google Play, I’ve forwarded your message to a specialist for further review of this situation. They’ll respond with additional information as soon as possible.

I value your patience and I hope you found this information useful.

Regards,

The Google Play Support Team

18.07.2013 17:57

Das Hilfe-/ Kundendienst-Team bei Google Play leitete die Nachricht an einen Spezialisten weiter, der sich dann einen Tag später bei mir per Mail meldete:

Hello,

During a recent review of your Google Wallet account, we were unable to verify your information.

As a result, your account has been temporarily suspended and you will be unable to place orders. In order to resolve this situation, please provide us with the requested information within 3 business days by filling out this form:

https://support.google.com/wallet/bin/request.py?hl=en&contact_type=account_verification

Please note that failure to provide us with the requested documentation may result in account closure.

Yours Sincerely,

The Google Wallet Team

19.07.2013 11:19

Diese Mail war nun schon aufschlussreicher, da wenigstens erklärt wurde, worum es geht. Google hat den Google Wallet Account überprüft, der automatisiert angelegt wurde, als ich über einen Mobilfunkanbieter vergangenes Jahr bereits Zeitungs- und Zeitschriftenausgaben in Apps (Frankfurter Rundschau, Focus, Welt, etc.) gekauft hatte. Dabei konnte Google die Account-Informationen nicht verifizieren und hat meinen Account vorrübergehend gesperrt. Um diese Sperre aufzuheben, sollte ich innerhalb von drei Werktagen ein Formular (Link ist in der Mail) ausfüllen. Dort verlangt Google eine Kopie eines Kontoauszugs, auf dem die eigene Rechnungsadresse vermerkt ist, oder die Kopie einer Rechung der öffentlichen Versorgungsbetriebe. Zudem wird eine Kopie eines noch gültigen Führerscheins, Personalausweises oder Reisepasses verlangt. Diese Unterlagen können entweder in dem Formular hochgeladen werden oder per Fax an eine Faxnummer in den USA gesendet werden. In der Mail weist das Google Wallet-Team noch darauf hin: Werden die entsprechenden Unterlagen nicht vorgelegt, werde der Account bei Google geschlossen.

Gut, als Androidkunde wäre die Schließung des Accounts eher suboptimal. Zudem war nach Auftreten des Fehlers auch das Zahlen über einen Mobilfunkanbieter in Google Play nicht mehr möglich. Nachdem ich die erforderlichen Unterlagen eingereicht hatte, vergingen noch einmal einige Stunden. Dann erhielt ich per Mail die Information, dass die Angaben des Accounts nun überprüft wurden:

Hello,

Thank you for responding to our information request. We received your verification information and can confirm that your account is fully active.

You may now place orders through your Google Wallet account

We thank you for your cooperation during this process. Feel free to reply to this email if you have any additional questions.

Yours Sincerely,

The Google Wallet Team

20.07.2013 10:54

Jetzt war das Kaufen von Inhalten in Goolge Play wieder möglich.

Ich beschreibe das Vorgehen hier so ausführlich, weil bisher dazu kaum Einträge im Web zu finden sind. Möglicherweise hilft das anderen Androidkunden mit dem Fehler BM-PP2-20 weiter.